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Arbeitsmarkt, November 20253 min read

Dezember 1, 2025 3 min read
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Arbeitsmarkt, November 20253 min read

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Arbeitsmarkt Bund

Die Zahl der Arbeitslosen im Bund sank im November 2025 gegenüber dem Vormonat um 25.662 auf 2.885.090 Personen (Tabelle 1). Damit fiel sie weiter unter die Marke von drei Millionen, die im August 2025 erstmals seit Februar 2015 überschritten, wurde. Die Arbeitslosenquote sank von 6,2 Prozent im Oktober auf 6,1 Prozent im November. Aber das ist kein Grund zur Entwarnung: Im Vergleich zum November 2024 stieg die Arbeitslosenzahl um 111.059 Personen. Zudem lag die Arbeitslosenquote damals noch bei 5,9 Prozent.

Zur aktuellen Entwicklung am Arbeitsmarkt in Deutschland sagte Andrea Nahles, die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit: „Die Schwäche der Konjunktur hält an und der Arbeitsmarkt bleibt ohne Schwung. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben im November saisonüblich abgenommen. Die Zahl der Beschäftigten stagniert und die Arbeitskräftenachfrage bleibt verhalten.“

Die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) sank im Oktober 2025 gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 2.000. Mit 46,17 Millionen Personen ist die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorjahr um 55.000 geringer.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg im September 2025 gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 12.000. Im Vergleich zum Vorjahr lag sie mit 35,23 Millionen Beschäftigten um 12.000 höher.

Vom 1. bis einschließlich 24. November wurden bei den Agenturen für Arbeit für 34.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis September 2025 zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit für 209.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt (Anhang 2). Die Kurzarbeit liegt zwar weiterhin auf einem erhöhten Niveau, nimmt aber seit Jahresbeginn kontinuierlich leicht ab.

Arbeitsmarkt NRW

Die Arbeitslosenquote in NRW sank von 7,7 Prozent im Oktober auf 7,6 Prozent im November und liegt damit über dem Bundesdurchschnitt (Abb. 1). Im November waren 765.710 Personen arbeitslos gemeldet. Damit fiel die Arbeitslosenzahl weiter unter die Schwelle von 800.000, die im August 2025 erstmals seit April 2010 überschritten wurde. Im Vergleich zum November 2024 stieg die Arbeitslosenzahl um 18.165 Personen und die Arbeitslosenquote lag bei 7,5 Prozent (siehe Tabelle 2 für einen Überblick der Arbeitslosigkeit in NRW und Anhang 1 für einen Überblick des Arbeitsmarktes in NRW nach kreisfreien Städten und Kreisen).

Zur aktuellen Entwicklung am Arbeitsmarkt in NRW sagte Roland Schüßler, Vorsitzender der Geschäftsführer der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit: „Dass in den drei Monaten September, Oktober und November die Zahl der Arbeitslosen sinkt, ist nicht ungewöhnlich. […] Zu erwarten ist, dass in den kommenden Monaten, im Dezember und Januar, die Arbeitslosigkeit typisch für die Jahreszeit wieder steigen wird. Üblicherweise ist der Anstieg im Januar sogar der stärkste des Jahres – aufgrund vieler zum Jahresende auslaufender Arbeitsverträge. […] Wir gehen derzeit davon aus, dass wir in NRW mit der Entwicklung im Herbst diese Grenze [= die Grenze von 800.000 arbeitslos gemeldeten Menschen] im Januar nicht wieder erreichen werden. Das aber nur knapp.“

Arbeitsangebot und Nachfrage

Im November 2025 waren bei der Bundesagentur für Arbeit bundesweit 623.934 offene Stellen gemeldet. Das sind 43.779 Stellen weniger als im Vorjahresmonat November 2024. Auch in NRW sank die Anzahl der offenen Stellen. Im November 2025 sank sie gegenüber dem Vorjahresmonat um 7.080 auf 125.763 offene Stellen. Der Stellenindex BA-X für Deutschland, der als Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften dient, stieg von 98 Punkten im Oktober 2025 auf 100 Punkten im November 2025 (Abb. 2). Dieser Anstieg hängt vor allem mit einem Großauftrag eines einzelnen Arbeitgebers zusammen. Auch in NRW stieg der BA-X von 96 Punkten auf 98 Punkten. Das Ergebnis zeigt, dass die anhaltende Konjunkturschwäche die Arbeitskräftenachfrage auf ein Niveau wie in der Coronakrise drückt.