Geschäftsklima, August 20263 min read
Reading Time: 2 minutesGeschäftsklima in Deutschland
Die Zuversicht unter den Unternehmen in Deutschland hat im August 2026 deutlich zugenommen. Der ifo Geschäftsklimaindex – das zentrale Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft – stieg von 86,7 Punkten im Juli auf 88,8 Punkte im August 2026 (Abb. 1). Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen trugen zur Verbesserung bei. Der Index für die Geschäftslage stieg von 86,5 auf 88,5 Punkte. Der Index für die Geschäftserwartung erhöhte sich von 86,8 auf 89,1 Punkte. Die Unsicherheit nahm weiter ab. „Trotz des erneuten Energiepreisanstiegs erholt sich die deutsche Wirtschaft“, kommentierte ifo-Präsident Clemens Fuest.
Abb. 1: ifo Geschäftsklima für Deutschland

Quelle: ifo. Anmerkung: Das ifo Geschäftsklima basiert auf ca. 9000 monatlichen Meldungen von Unternehmen
Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe ohne Ernährungsgewerbe
Im Verarbeitenden Gewerbe ohne Ernährungsgewerbe hat sich das Geschäftsklima deutlich verbessert (Abb. 2). Der Saldo stieg von -9,7 Punkten im Juli auf -4,1 Punkte im August. Die Unternehmen beurteilten insbesondere ihre laufenden Geschäfte erheblich besser. Der Saldo für die Geschäftslage verbesserte sich von -10,7 auf -1,8 Punkte. Die negativen Saldenwerte der Geschäftslage zeigen, dass mehr Betriebe die aktuelle Lage als „schlecht“ und nicht als „gut“ einschätzen. Auch die Erwartungen waren weniger skeptisch. Der Saldo für die Geschäftserwartungen stieg von -8,7 auf -6,4 Punkte. Die negativen Saldenwerte zeigen, dass mehr Betriebe den Ausblick als „ungünstiger“ und nicht als „günstiger“ beurteilen. Die Produktionspläne für die kommenden drei Monate weisen nach oben. Mit der Auftragslage sind die Unternehmen jedoch weiterhin unzufrieden.
Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe ohne Ernährungsgewerbe (Bund)

Auch in allen wichtigen Wirtschaftsbereichen hat sich das Geschäftsklima verbessert (Abb. 3). Die Saldenwerte blieben jedoch durchweg negativ. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg der Saldo von -9,6 Punkten im Juli auf -4,2 Punkte im August. Im Dienstleistungssektor verbesserte er sich von -4,4 auf -2,1 Punkte. Während die IT-Dienstleister zuversichtlicher auf die kommenden Monate blickten, blieb die Lage im Bereich Transport und Logistik schwierig.
Im Handel stieg der Geschäftsklimasaldo von -23,4 auf -20,5 Punkte. Insbesondere im Großhandel machte die Stimmung einen Sprung nach oben. Im Bauhauptgewerbe verbesserte sich der Saldo von -20,5 auf -16,5 Punkte. Ausschlaggebend waren merklich weniger pessimistische Erwartungen. Die aktuelle Geschäftslage wurde dagegen leicht schlechter beurteilt. Die Aufhellung ist damit breit angelegt. Die weiterhin negativen Salden zeigen jedoch, dass noch keine breite Erholung erkennbar ist.




