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Industrie im Trend, Juni 20243 min read

Juni 20, 2024 3 min read
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Industrie im Trend, Juni 20243 min read

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Im April 2024 lag die Produktion des Verarbeitenden Gewerbes in Nordrhein-Westfalen bei 91,1 Punkten. Damit ist die Industrieproduktion gegenüber dem Vormonat März um 1,2 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat April 2023 um 1,8 Prozent gesunken. Das aktuelle Ergebnis ist, abgesehen von der kurzlebigen Erholung nach der Coronakrise im Jahr 2020, ein Ausdruck der seit 2018 andauernden strukturellen Krise.

Aus branchenspezifischer Perspektive ist eine heterogene Entwicklung zu beobachten. Die Produktion in den Branchen „Pharmazeutische Erzeugnisse“, „Chemische Erzeugnisse“, „Nahrungs- und Futtermittel“, „sonstiger Fahrzeugbau“ und „Maschinenbau“ verzeichneten einen leichten Zuwachs. Hingegen wiesen die Branchen „DV-Geräte“, „Gummi- und Kunststoffwaren“, „Glaswaren und Keramik“, „Metallerzeugnisse“, „Metallerzeugung und -bearbeitung“, „Elektrische Ausrüstungen“ sowie „Kraftwagen und Kraftwagenteile“ einen Produktionsrückgang von bis zu 20,9 Prozent auf. Der Rückgang der Industrieproduktion des Verarbeitenden Gewerbes in NRW spiegelt hauptsächlich den Rückgang der Produktion in der energieintensiven Industrie wider.


Auftragseingänge und -bestand
Die Auftragseingänge aus dem Inland stiegen im April 2024 um 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Auftragseingänge aus dem Ausland stiegen um 15,0 Prozent. Insgesamt wies die NRW-Industrie gegenüber dem Vorjahresmonat einen Anstieg der Auftragseingänge um 11,2 Prozent.

Aus branchenspezifischer Perspektive stiegen die Auftragseingänge in den Branchen
„Pharmazeutische Erzeugnisse“ sowie „Chemische Erzeugnisse“ im Vergleich zum
Vorjahresmonat. Hingegen fielen die Auftragseingänge in den Branchen
„Maschinenbau“, „Metallerzeugung und -bearbeitung“, „DV-Geräte“.
„Metallerzeugnisse“, „Kraftwagen und Kraftwagenteile“, „Elektrische Ausrüstungen“
sowie „Sonstiger Fahrzeugbau“. Der Rückgang der industrieweiten Auftragseingänge
deutet auf eine schwache künftige Industrieproduktion hin.

Der Auftragsbestand, gemessen an der Reichweite der Aufträge in Monaten, im Ver-arbeitenden Gewerbe sank im April 2024 gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,1 Prozent. Die Reichweite der Auftragsbestände im Verarbeitenden Gewerbe lag zuletzt bei durchschnittlich 5,8 Monaten.


Umsatz

Im April 2024 lag der Inlandumsatz der NRW-Industrie bei 16,0 Mrd. Euro und stieg um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der Auslandsumsatz lag bei 14,0 Mrd. Euro und stieg um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit stieg der Auslandumsatz stärker als der Inlandumsatz an. Insgesamt lag der Umsatz der NRW-Industrie bei 30,0 Mrd. Euro und stieg um 4,8 Prozent.


Beschäftigung

Im April 2024 betrug die Anzahl der Beschäftigten in den Betrieben der NRW-Industrie mit mehr als 50 Beschäftigten 1.065.321 Personen. Gegenüber dem Vor-jahresmonat ist die Anzahl der Beschäftigten um ca. 6.931 bzw. 0,6 Prozent gesunken. Mit dem aktuellen Ergebnis ging die Anzahl der Beschäftigten vier Monate in Folge zurück.