Insolvenzen, 4. Quartal 2025 und Jahr 20251 min read
Reading Time: 2 minutesim Jahr 2025 stieg die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen in Nordrhein-Westfalen wieder an. Insgesamt beantragten 6.502 Unternehmen die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens (Abb. 1). Dies entspricht einem Anstieg um 15,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024. Der Anstieg der Insolvenen im Verarbeitenden Gewerbe (507 Fälle) lag mit 6,7% unter dem Durchschnitt. Von den gesamten Unternehmensinsolvenzen waren 37.135 Beschäftige betroffen.
Bundesweit wurden für das Jahr 2025 insgesamt 24.064 Unternehmensinsolvenzen registriert. Dies entspricht einem Anstieg um 10,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Höher als 2025 hatte die Zahl der Unternehmensinsolvenzen zuletzt im Jahr 2014 mit 24.085 Fällen gelegen. Während der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen auf 32 687 Fälle gestiegen.
Im vierten Quartal des Jahres 2025 stellten insgesamt 1.570 Unternehmen in NRW einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. In 1.067 Fällen wurde das Verfahren eröffnet, in den verbleibenden 503 Fällen wurde dies mangels Masse abgewiesen. Dies entspricht einem Anstieg um 7,8 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2024. Am stärksten waren das Baugewerbe (294 Fälle) sowie die Wirtschaftsbereiche Handel; Instandhaltung und Reparatur von KFZ (280 Fälle) betroffen. Nach Rechtsformen wies die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (878 Fälle) die höchste Zahl an Insolvenzen auf.
Die Anzahl der Verbraucherinsolvenzen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr 2024 um 14,4 Prozent auf 19.777. Im Vergleich zum vierten Quartal 2024 stieg sie um 22 Prozent auf 5.102 Insolvenzverfahren.





