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JOBLINGE: 10 Jahre Ausbildungs-Engagement im Ruhrgebiet4 min read

Juni 5, 2023 3 min read
EUV News

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JOBLINGE: 10 Jahre Ausbildungs-Engagement im Ruhrgebiet4 min read

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Rund 200 Vertreter aus Wirtschaft, Poli­tik, Behörden und Gesellschaft feierten am vergangenen Donnerstag, 1. Juni, im Erich-Brost-Pavillon auf der Essener Zeche Zollverein das zehnjährige Enga­gement der JOBLINGE gAG Ruhr für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt im Ruhrgebiet. Die Initiative hat im zurück­lie­genden Jahrzehnt an den Stand­orten in Essen, Gelsenkirchen und Recklinghausen rund 2.000 Teilnehmer zwischen 15 und 27 Jahren betreut und den Großteil von ihnen erfolgreich in einen Ausbildungsplatz ver­mittelt. Für die Zukunft strebt JOBLINGE die Eröffnung zu­sätz­licher Standorte im Ruhrgebiet an und setzt auf die Unterstützung durch weitere Un­ter­neh­men. Neben der finanziellen För­de­rung geht es vor allem um die Bereit­stel­lung von Aus­bil­dungsplätzen. Gleichzeitig kön­nen sich auch weitere Privat­per­so­nen z. B. als Mentoren en­gagieren.

Denn die breite gesellschaftliche Kooperation ist eine zentrale Erfolgskomponente. Daher nutzte Friedrich P. Kötter, Verwaltungsrat der KÖTTER Unternehmensgruppe und Aufsichts­rats­vor­sit­zen­der der JOBLINGE gAG Ruhr, in seiner Rede die Gelegenheit, sich neben dem JOBLINGE-Team vor allem bei den zahlreichen Unterstützern zu be­danken. Seinen besonderen Dank richtete er dabei an Bärbel Bergerhoff-Wodopia, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende von JOBLINGE Ruhr und Mitglied des Vorstandes der RAG-Stiftung, „für Ihr vielfältiges Engagement, die um­fang­reiche Un­terstützung der RAG-Stiftung und unsere vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ohne diese hätten wir all das nicht erreicht!“. Gleichzeitig bedankte er sich bei Jens Baier, ehrenamtlicher Vorstand von JOBLINGE Ruhr sowie Senior Partner und Managing Director bei der Boston Consulting Group: „Ihr Engagement ist ein ganz wichtiger Baustein für die erfolgreiche Arbeit. Sie haben wesentlich dazu beigetragen, die Arbeit und die Ausrichtung von JOBLINGE zu profes­sio­na­li­sieren.“

Grußbotschaft von Ministerin Mona Neubaur
Ergänzend hob Friedrich P. Kötter den „wichtigen Rückenwind“ durch zentrale Ent­schei­dungsträger in Politik, Wirt­schaft und bei der öffentlichen Hand hervor. Exemplarisch für ihr Engagement steht der frühere NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, der als lang­jähriger Schirmherr ent­schei­denden An­teil am Erfolgsweg von JOBLINGE Ruhr hat und dem Friedrich P. Kötter daher herzlich für seinen Einsatz und die stets gute Zu­sammenarbeit dankte.

Verbunden damit ging das Amt für JOBLINGE Ruhr an Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, über. „Ich bin stolz darauf, dass wir Frau Neubaur für diese Aufgabe gewinnen konnten und freue mich auf die ge­mein­same Zusammenarbeit“, sagte Friedrich P. Kötter.

Die Ministerin gratulierte mit einer Video­botschaft und betonte darin u. a.: „Es gibt viele Jugendliche, die aus ganz unterschiedlichen Gründen weniger günstige Startvoraussetzungen in ihr Berufsleben haben als viele ihrer Altersgenossinnen und Altersgenossen. Wir können es uns nicht leisten, diese jungen Menschen zurückzulassen – wir müssen und wir wollen ihnen Chancen eröffnen und Perspektiven geben. Das macht Initiativen wie Joblinge so wertvoll.“

Bärbel Bergerhoff-Wodopia betont Einsatz für mehr Chancengerechtigkeit
Bärbel Bergerhoff-Wodopia, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende von JOBLINGE Ruhr, richtete in ihrer Rede ebenfalls einen ausdrücklichen Dank an Jens Baier, Garrelt Duin und das JOBLINGE-Team um Managing Director Raphael Karrasch. Gleichzeitig unterstrich Bärbel Bergerhoff-Wodopia die gesellschaftliche Bedeutung der Initiative: „10 Jahre JOBLINGE im Ruhrgebiet – das sind auch 10 Jahre gespickt mit Erfolgsgeschichten, neuen Perspektiven und vollem Einsatz für mehr Chancengerechtigkeit. Es war und ist mir eine besondere Freude, JOBLINGE seit vielen Jahren wachsen und reifen zu sehen. Wir dürfen auch künftig nicht nachlassen, junge Menschen auf ihrem Bildungsweg zu unterstützen, sodass sie sich am Ende in die Gesellschaft einbringen und ein selbstbestimmtes glückliches Leben führen können.“

Vielfältige Vorträge und abwechslungsreiche Diskussionsrunde
Abgerundet wurde das Programm durch den Rückblick von Jens Baier und Raphael Karrasch, Managing Director von JOBLINGE Ruhr, auf die zurückliegenden zehn Jahre sowie die Keynote von Dr. Dieter Dohmen, Direktor des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie, mit dem Titel „Mehr Wirkungsorientierung im Übergangssystem“. An diese schloss sich eine Dis­kus­sions­runde an, bei der neben Dr. Dohmen auch folgende Teilnehmer präsent waren: Ilse Henne, Mitglied des Vorstands Material Services von ThyssenKrupp; Michael Hinssen, Ex-Head of HR GE bei Unicredit und Munich Re und jetzt Senior Advisor und Mentor; sowie JOBLINGE- Absolventen.

Last, but not least befasste sich Dietmar Gutschmidt, Leiter des Jobcenters Essen, in seinem Vortrag mit dem Thema „Innovation im Sozialgesetzbuch – Bürgergeldreform als Chance“.