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Industrie im Trend, Juli 20202 min read

Juli 24, 2020 3 min read
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Industrie im Trend, Juli 20202 min read

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Industrieproduktion

Die Industrieproduktion des Verarbeitenden Gewerbes sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden in Nordrhein-Westfalen stieg im Mai 2020 gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent (saison- und arbeitstäglich bereinigt) leicht an. Das Vorjahresniveau wurde hingegen um 19,2 Prozent unterschritten. Damit zeigt sich im Mai zumindest eine Bodenbildung, allerdings auf einem historisch niedrigen Niveau. In der zweiten Grafik sind die zehn umsatzstärksten Industriebranchen in Nordrhein-Westfalen aufgeführt. Zum einen zeigt sich, dass die Entwicklung einheitlich negativ ist aber auch, dass die Betroffenheit weiterhin unterschiedlich stark ausfällt. Die Branche Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen verzeichnete im Vorjahresvergleich einen Rückgang um 44,8 Prozent. Im Sog der Automobilkrise sank auch die Produktion der Zuliefererbranchen: In der Branche der Metallerzeugung und -bearbeitung, zu der auch die Gießereien gehören, sank die Produktion im Mai 2020 zum Vorjahr um 29,1 Prozent. Diese beiden Branchen konnten allerdings im Vergleich zum Vormonat ihre Produktion ausweiten (Kraftwagen: +69,0 Prozent; Metallerzeugung: +40,7 Prozent), nachdem im April in diesen beiden Branchen der Einbruch am heftigsten ausfiel.

Auftragseingänge

Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Auftragseingänge insgesamt um 25,3 Prozent und damit etwas weniger stark als im Vormonat. Dabei sank die Auslandsnachfrage um 28,0 Prozent, die Inlandsnachfrage sank um 22,1 Prozent. Die hohe Unsicherheit sorgte insbesondere bei der Nachfrage nach Investitionsgütern für einen drastischen Rückgang (-28,7 Prozent).

Daran zeigt sich, dass die Produktion auch nach den Lockerungen und dem Hochfahren der Betriebe nur langsam wieder in Gang kommen dürfte – es fehlt schlicht die Nachfrage.

 

Auftragsbestand

Die Auftragslage, gemessen an der Reichweite der Aufträge in Monaten, sank im Verarbeitenden Gewerbe im Mai 2020 gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent. Die Reichweite der Aufträge beträgt im Verarbeitenden Gewerbe durchschnittlich 4,7 Monate.

 

Beschäftigte

Im Monat Mai 2020 waren in den Betrieben der nordrhein-westfälischen Industrie mit mehr als 50 Beschäftigten ca. 1,078 Mio. Personen tätig. Das entspricht einem Rückgang zum Vorjahreszeitraum von 22.516 Beschäftigten oder 2,0 Prozent. Das ist der stärkste Rückgang seit zehn Jahren. Im Vergleich zum Vormonat sank die Beschäftigtenzahl der nordrhein-westfälischen Industrie 5.812 oder 0,5 Prozent. Der seit August 2019 anhaltende Trend einer sinkenden Beschäftigung hält damit an, die Geschwindigkeit hat sich aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie jedoch merklich erhöht.