Industrie im Trend, Mai 20212 min read
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Die Industrieproduktion des Verarbeitenden Gewerbes sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden in Nordrhein-Westfalen stieg im März 2021 gegenüber dem Vormonat um 5,8 Prozent (saison- und arbeitstäglich bereinigt). Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Produktionsleistung um 6,0 Prozent. Ein Grund für den kräftigen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr ist die niedrigere Vergleichsbasis März 2020, damals hinterließ die Pandemie erste Spuren in der Statistik. Aber auch das Vorkrisenniveau, gemessen am durchschnittlichen Niveau des Jahres 2021, wurde im März nahezu erreicht. Das ist zunächst erfreulich, allerdings zeigt sich immer noch eine sehr heterogene Branchenkonjunktur.
In Summe des ersten Quartals weitete die Industrie ihre Produktion um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal aus, im Vergleich zum Vorjahr sank die Produktion marginal um 0,1 Prozent.
Beim Blick auf die einzelnen Industriebranchen in Nordrhein-Westfalen zeigt sich eine enorme Spreizung der Konjunktur im ersten Quartal. Die Branche Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln verlor im Vorjahresvergleich 5,5 Prozent, die Branche Metallerzeugung und -bearbeitung verzeichnete einen Produktionsrückgang um 2,1 Prozent.
In der Branche Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten lag die Produktion hingegen um 5,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Branche Herstellung von chemischen Erzeugnissen konnte mit den guten Zahlen im März den schwachen Vormonat ausgleichen und schloss das Quartal mit einem Zuwachs um 2,8 Prozent ab.
Auftragseingänge
Die Auftragseingänge stiegen im Vormonatsvergleich um 16,5 Prozent erneut kräftig. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Orderzahlen im März um 27,7 Prozent. Dabei stieg die Auslandsnachfrage um 30,5 Prozent und die Inlandsnachfrage um 24,6 Prozent. In Summe des ersten Quartals lagen die Bestellungen um 11,4 Prozent über dem Vorjahreswert (Ausland: 13,4 Prozent; Inland: 9,2 Prozent). Der Trend bei den Auftragseingängen zeigt nach oben und das Vorkrisenniveau wurde bereits übertroffen. Derzeit scheint es im Durchschnitt der NRW-Industrie kein Nachfrageproblem auf breiter Basis zu geben. Zeitgleich melden immer mehr Firmen angebotsseitige Schwierigkeiten bzw. Engpässe. Zum einen sind die Transportkapazitäten aufgrund der weltweit anziehenden Exportkonjunktur stark ausgelastet mit der Folge steigender Kosten, zum anderen hakt es bei der Beschaffung von Rohstoffen und Komponenten.
Auftragsbestand
Der Auftragsbestand, gemessen an der Reichweite der Aufträge in Monaten, stieg im Verarbeitenden Gewerbe im März gegenüber dem Vorjahr um 14,3 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Auftragsbestand um 3,2 Prozent. Die Reichweite der Aufträge betrug im Verarbeitenden Gewerbe durchschnittlich 5,8 Monate.
Umsatz
Der Gesamtumsatz der Industrie stieg im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,2 Prozent. Der Auslandsumsatz legte etwas kräftiger zu (14,8 Prozent) als der Inlandsumsatz (8,1 Prozent). In Summe des ersten Quartals stiegen die Umsätze um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei stieg der Auslandsumsatz um 1,8 Prozent, während der Inland erzielte Umsatz im Betrachtungszeitraum um 1,1 Prozent sank.
Beschäftigung
Im Monat März waren in den Betrieben der nordrhein-westfälischen Industrie mit mehr als 50 Beschäftigten ca. 1,059 Mio. Personen tätig. Gegenüber dem Vorjahr waren das rund 24.000 Beschäftigte oder 2,7 Prozent weniger. Im Durchschnitt des ersten Quartals 2021 lag die Zahl der Beschäftigten um 2,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau.



