Bruttoinlandsprodukt, 1. Quartal 20211 min read
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Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2021 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – gegenüber dem Vorquartal um 1,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank das BIP preis- und kalenderbereinigt um 3,1 Prozent. Nachdem sich die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2020 erholt hatte, bremste die Pandemie die Konjunktur zum Jahresbeginn 2021 spürbar aus.
Entstehung und Verwendung BIP
Im Dienstleistungssektors sank die Bruttowertschöpfung am stärksten. Ausnahmen bildeten die Branchen Grundstückswesen sowie Information und Kommunikation. Im Bereich Handel, Verkehr und Gastronomie lag der Rückgang bei 8,2 Prozent. Die industrielle Wertschöpfung sank mit -1,2 Prozent weniger stark als der Durchschnitt (-3,5 Prozent). Der Blick auf die Verwendungsseite zeigt, dass insbesondere der rückläufige Konsum im Vorquartalsvergleich die Konjunktur ausgebremst und das Wachstum um 2,7 Prozentpunkte gedämpft hat. Hingegen stützten die Bruttoinvestitionen mit einem Wachstumsbeitrag um 1,5 Prozentpunkten das BIP im ersten Quartal.
Erwerbstätigkeit und Einkommen
Die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2021 wurde von rund 44,4 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren 707.000 Personen oder 1,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (Hinweis: Kurzarbeitende zählen als Erwerbstätige). Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen stiegen um 4,0 Prozent
an. Die Bruttolöhne sanken um 1,1 Prozent, allerdings kompensierten staatliche Transferleistungen den Einnahmeausfall, die Nettolöhne blieben mit einem Rückgang um 0,3 Prozent nahezu stabil.



