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Industrie im Trend, Juni 20212 min read

Juni 18, 2021 3 min read
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Industrie im Trend, Juni 20212 min read

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Industrieproduktion

Die Industrieproduktion des Verarbeitenden Gewerbes sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden in Nordrhein-Westfalen sank im April 2021 gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent (saison- und arbeitstäglich bereinigt). Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Produktionsleistung um 21,3 Prozent. Ein Grund für den kräftigen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr ist die niedrige Vergleichsbasis April 2020, damals lag die Industrieproduktion darnieder. Aber auch das Vorkrisenniveau, gemessen am durchschnittlichen Niveau des Jahres 2019, wurde im April nahezu erreicht.

In Summe der ersten vier Monate weitete die Industrie ihre Produktion um 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus. Beim Blick auf die einzelnen Industriebranchen in Nordrhein-Westfalen zeigt sich eine enorme Spreizung der Konjunktur. Die Branche Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln verlor im Vorjahresvergleich 5,6 Prozent. Am anderen Ende der Verteilung legte die Branche Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen um 19,2 Prozent zu. In dieser Branche überwiegt jedoch der Basiseffekt, denn das Niveau von 2019 blieb unerreicht. Die Branche Herstellung von chemischen Erzeugnissen konnte im April nochmal kräftig zulegen und weitete in Summe der ersten vier Monate die Produktionsleistung um 6,8 Prozent aus.

Auftragseingänge

Die Auftragseingänge sanken im Vormonatsvergleich um 13,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Orderzahlen im April hingegen um 54,9 Prozent. Die Auftragslage hat sich damit auf einem guten Niveau normalisiert. In Summe der ersten vier Monate lagen die Bestellungen um 19,6 Prozent über dem Vorjahreswert (Ausland: 21,5 Prozent; Inland: 17,5 Prozent). Der Trend bei den Auftragseingängen zeigt nach oben und das Vorkrisenniveau wurde bereits übertroffen. Derzeit scheint es im Durchschnitt der NRW-Industrie kein Nachfrageproblem auf breiter Basis zu geben. Vielmehr wird die Industriekonjunktur vielerorts durch angebotsseitige Versorgungsengpässe und steigenden Beschaffungspreisen ausgebremst.

 

Auftragsbestand

Der Auftragsbestand, gemessen an der Reichweite der Aufträge in Monaten, stieg im Verarbeitenden Gewerbe im April gegenüber dem Vorjahr um 21,6 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Auftragsbestand um 4,0 Prozent. Die Reichweite der Aufträge betrug im Verarbeitenden Gewerbe durchschnittlich 5,7 Monate.

 

Umsatz

Der Gesamtumsatz der Industrie stieg im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 28,6 Prozent. Der Auslandsumsatz legte etwas kräftiger zu (34,5 Prozent) als der Inlandsumsatz (24,0 Prozent). In Summe der ersten vier Monate stiegen die Umsätze um 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei stieg der Auslandsumsatz um 8,4 Prozent, während der im Inland erzielte Umsatz im Betrachtungszeitraum um 4,2 Prozent stieg.

Beschäftigung

Im Monat April waren in den Betrieben der nordrhein-westfälischen Industrie mit mehr als 50 Beschäftigten ca. 1,056 Mio. Personen tätig. Gegenüber dem Vorjahr waren das rund 27.000 Beschäftigte oder 2,3 Prozent weniger.