Geschäftsklima, Juni 20212 min read
Reading Time: 2 minutesGeschäftsklima Deutschland
Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im Juni erneut merklich verbessert. Der Geschäftsklimaindex ist im Vergleich zum Vormonat um 2,6 Zähler auf 101,8 Punkte gestiegen. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage fielen um 3,9 Punkte positiver aus, die Erwartungen legten um 1,1 Punkte kräftig zu.
Während die Bereiche Dienstleistung und Handel mit großem Optimismus auf die Sommermonate blicken, sank der Optimismus der Industrie im Vergleich zum Vormonat minimal. Zwar profitiert die Industrie von der kräftigen globalen Erholung und der damit steigenden Nachfrage, die Kehrseite der Medaille sind jedoch Versorgungsengpässe bei wichtigen Rohstoffen und Vorprodukten sowie knappe Transportkapazitäten. Immerhin scheinen Engpässe bei Vorleistungsgütern und Transportkapazitäten die Aussichten nicht wesentlich stärker eingetrübt zu haben als noch im Monat Mai.
In Summe aller Sektoren überwiegt der Optimismus die aufgrund der gestörten Lieferketten bestehenden Bedenken bzw. Probleme. Wenn jetzt noch die harten Konjunkturindikatoren nachziehen, könnte es ein guter Sommer für die deutsche Wirtschaft werden.

Stimmung nach Sektoren
Im Verarbeitenden Gewerbe hat das Geschäftsklima leicht zugelegt. Während die Lage besser eingeschätzt wurde als zuletzt, blieben die Erwartungen ungefähr auf dem Niveau des Vormonats.
Im Dienstleistungssektor stieg der Geschäftsklimaindex dank einer nach oben korrigierten Lageeinschätzung sowie einer deutlich optimistischeren Erwartung.
Im Handel hat sich das Geschäftsklima deutlich verbessert. Die aktuelle Lage wurde deutlich nach oben korrigiert. Insbesondere im Einzelhandel hellte sich die Stimmung kräftig auf und stieg so stark wie noch nie zuvor.
Im Bauhauptgewerbe verbesserte sich das Geschäftsklima leicht. Die Firmen schätzen ihre aktuelle Lage so gut ein wie zuletzt. Die Erwartungen legten zu, blieben aber noch immer im überwiegend negativen Bereich. Der Bausektor bekommt laut ifo immer stärker die Probleme aufgrund von Materialengpässen zu spüren.
Ausblick und Branchenbild
Auch die Exporterwartungen legten auf einem hohen Niveau nochmal spürbar um 3,0 Zähler zu. Besonders erfreulich ist der Anstieg des Saldos der Beschäftigtenerwartungen. Dieser legte um 5,0 Zähler zu. Demnach erwarten per Saldo mehr Betriebe eine steigende als eine sinkende Beschäftigtenzahl in den kommenden Monaten.
Aus der Befragung des ifo Instituts für einzelne Branchen geht zudem hervor, dass es 4 von 30 Branchen gibt, in denen die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als überwiegend schlecht einschätzten. In 3 von 30 Branchen werden die Geschäftserwartungen überwiegend pessimistisch gesehen.



