Verbraucherpreise, Oktober 20221 min read
Reading Time: 2 minutesVerbraucherpreise
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag die Inflationsrate im Oktober – gemessen an der Veränderung des Verbraucherpreisindex – bei 10,4 Prozent. Im September hatte sie bei 10,0 Prozent gelegen. Ohne die Berücksichtigung von Nahrung und Energie (Kerninflation) hätte die Inflationsrate im Oktober bei 5,0 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat September stieg der Verbraucherpreisindex um 0,9 Prozent auf 122,2 Punkte. In Nordrhein-Westfalen legten die Preise um 11,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Inflationsrate um 1,2 Prozent. Hauptursachen für die hohe Inflation sind nach wie vor enorme Preiserhöhungen bei den Energieprodukten. Aber wir beobachten zunehmend auch Preisanstiege bei vielen anderen Gütern, besonders bei den Nahrungsmitteln. Die ersten Maßnahmen des dritten Entlastungspakets wurden umgesetzt. Unter anderem wurde die Umsatzsteuer auf Erdgaslieferungen und Fernwärme von 19 auf 7 Prozent gesenkt, dies wirkt sich dämpfend auf die Teuerung von Energieprodukten aus.
Ausgewählte Teilindizes
Die Preise für Energieprodukte sind gestiegen und lagen im Durschnitt um 43,0 Prozent über dem Vorjahresniveau. Binnen Jahresfrist verteuerte sich im Oktober Strom um 26,0 Prozent. Kraftstoffe verteuerten sich um 22,3 Prozent. Ohne die Berücksichtigung der Energiepreise lag die Inflationsrate im Oktober bei 6,5 Prozent.
Inflation und Geldpolitik
Die für die Geldpolitik der EZB maßgebende Inflationsrate – gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) – ist laut Schnellschätzung im Euroraum auf 10,7 Prozent gestiegen. Ohne Energie hätte der Anstieg der Preise bei 6,9 Prozent gelegen.



