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Industrie im Trend, März 20244 min read

April 3, 2024 3 min read
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Industrie im Trend, März 20244 min read

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Im Januar 2024 lag die Produktion des Verarbeitenden Gewerbes in Nordrhein-Westfalen bei 92,7 Punkten (Abb. 1). Die Industrieproduktion stieg zwar gegenüber dem Vormonat Dezember 2023 um 1,4 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat Januar 2023 sank sie jedoch um 4,5 Prozent. Das aktuelle Ergebnis ist, abgesehen von der kurzlebigen Erholung nach der Coronakrise im Jahr 2020, ein Ausdruck der seit 2018 andauernden strukturellen Krise.


Auftragseingänge
Die Auftragseingänge sanken im August gegenüber dem Vormonat um 1,3 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lag der Index der Auftragseingänge bei -7,3 Prozent.

Aus branchenspezifischer Perspektive ist eine heterogene Entwicklung zu beobachten. Die Produktion in der Branche „Nahrungs- und Futtermittel“ ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um 21,9 Prozent stark angestiegen. Die Branchen „Gummi- und Kunststoffwaren“, „Chemische Erzeugnisse“ sowie „DV-Geräte“ verzeichneten einen leichten Zuwachs. Hingegen wiesen die Branchen „Maschinenbau“, „Metallerzeug-nisse“, „Glaswaren und Keramik“, „Elektrische Ausrüstungen“, „Kraftwagen und Kraft-wagenteile“ sowie „Pharmazeutische Erzeugnisse“ einen Produktionsrückgang von über 10 Prozent auf. Der Rückgang der Industrieproduktion des Verarbeitenden Ge-werbes in NRW spiegelt hauptsächlich den Rückgang der Produktion in der energie-intensiven Industrie wider.

Auftragseingänge und -bestand

Die Auftragseingänge aus dem Inland sanken im Januar 2024 um 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (Abb. 3). Die Auftragseingänge aus dem Ausland sanken um 6,9 Prozent. Insgesamt wies die NRW-Industrie gegenüber dem Vorjahresmonat einen Rückgang der Auftragseingänge um 7,7 Prozent. Der Rückgang war damit stärker als der durchschnittliche Rückgang von 7,8% im Jahr 2023.

Aus branchenspezifischer Perspektive stiegen die Auftragseingänge in den Branchen „Chemische Erzeugnisse“, „Nahrungs- und Futtermittel“, „Pharmazeutische Erzeugnisse“ sowie „Metallerzeugung und -bearbeitung“ im Vergleich zum Vorjahresmonat. Hingegen fielen die Auftragseingänge in den Branchen „Metallerzeugnisse“, „Maschinenbau“, „DV-Geräte“, „Kraftwagen und Kraftwagenteile“ sowie „Elektrische Ausrüstungen“ um über 10 Prozent. Der Rückgang der industrieweiten Auftragsein-gänge deutet auf eine schwache künftige Industrieproduktion hin.

Der Auftragsbestand, gemessen an der Reichweite der Aufträge in Monaten, im Verarbeitenden Gewerbe sank im Januar 2024 gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,0 Prozent. Die Reichweite der Auftragsbestände im Verarbeitenden Gewerbe lag zuletzt bei durchschnittlich 5,6 Monaten.

Umsatz

Im Januar 2024 lag der Inlandumsatz der NRW-Industrie bei 15,4 Mrd. Euro und sank um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat (Abb. 5). Der Auslandsumsatz lag bei 13,3 Mrd. Euro und sank um 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit ging der Auslandumsatz stärker als der Inlandumsatz zurück. Insgesamt lag der Umsatz der NRW-Industrie bei 28,7 Mrd. Euro und sank um 6,8 Prozent.


Beschäftigung

Im Januar 2024 betrug die Anzahl der Beschäftigten in den Betrieben der NRW-Industrie mit mehr als 50 Beschäftigten 1.063.390 Personen. Gegenüber dem Vor-jahresmonat ist die Anzahl der Beschäftigten um ca. 1.150 bzw. 0,1 Prozent gesunken. Mit dem aktuellen Ergebnis ging die Anzahl der Beschäftigten zwei Monate in Folge zurück.