Verbraucherpreise, September 20242 min read
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Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die Verbraucherpreisinflation im September 2024 um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat August 2024 bleibt die Verbraucherpreisinflation unverändert (0,0 Prozent). Die Kerninflation, die die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise ausschließt, stieg um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In Nordrhein-Westfalen stieg die Verbraucherpreisinflation um 1,5 Prozent zum Vorjahresmonat). Im Vergleich zum Vormonat bleibt die Verbraucherpreisinflation unverändert (0,0 Prozent).
Energiepreise sinken, Dienstleistungspreise steigen
Der Rückgang der Energiepreise hatte erneut eine dämpfende Wirkung auf die Inflationsrate. Im September 2024 lagen die Preise für Energieprodukte mit -7,6 Prozent deutlich niedriger als im Vorjahresmonat. Drastisch günstiger gegenüber dem Vorjahresmonat ist der Preis für Kraftstoffe (-12,6 Prozent). Ebenfalls sank der Preis für Strom im gleichen Zeitraum um 6,4 Prozent.
Hingegen lagen die Preise für Dienstleistungen insgesamt im September 2024 um 3,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats und damit weiterhin deutlich über der Gesamtteuerung. Zu der hohen Inflation bei Dienstleistungen trugen insbesondere die Preise für Versicherungen (+12,9 Prozent), für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+7,7 Prozent). Auch die Nettokaltmieten, die die Preisentwicklung bei Dienstleistungen stark beeinflusst, stiegen um 2,1 Prozent und damit über der Inflationsrate.
Nur wenige Dienstleistungen waren hingegen günstiger als im Vorjahresmonat, zum Beispiel internationale Flugtickets (-3,9 Prozent) und Telekommunikationsdienstleistungen (-0,3 Prozent).
Inflation und Geldpolitik
Im September 2024 stieg der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) maßgeblich ist, im Euroraum um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2023. Belgien verzeichnete mit 4,5 Prozent die höchste Inflationsrate, während Irland mit 0,1 Prozent die niedrigste meldete. Die harmonisierte Kerninflation, die Energie- und Nahrungsmittelpreise ausschließt, erhöhte sich im selben Zeitraum um 2,7 Prozent. Damit liegt die aktuelle Inflationsentwicklung im Euroraum unter dem 2-Prozent-Ziel der EZB. Eine Zinserhöhung bei der nächsten geldpolitischen Sitzung der EZB am 17.10.2024 gilt als unwahrscheinlich.






