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Industrie im Trend, April 20254 min read

April 28, 2025 3 min read
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Industrie im Trend, April 20254 min read

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Im Februar 2025 sank die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in Nordrhein-Westfalen um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit liegt das aktuelle Produktionsniveau etwa 18 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2018 (Abb. 1). Das aktuelle Ergebnis ist, abgesehen von der kurzlebigen Erholung nach der Coronakrise im Jahr 2020, ein Ausdruck der seit 2018 andauernden strukturellen Krise.

Im Februar 2025 verzeichneten einige Branchen des Verarbeitenden Gewerbes in NRW eine Produktionssteigerung im Vergleich zum Vorjahresmonat (Abb. 2). Den stärksten Zuwachs meldete die Branche „Kraftwagen- und Kraftwagenteile“ mit einem Plus von 9,4 Prozent. Dagegen verzeichnete die Branche „Metallerzeugung und -bearbeitung“ mit -11,0 Prozent den stärksten Rückgang. Der Produktionsrückgang im Verarbeitenden Gewerbe deutet auf eine Schwächung der Wertschöpfungsketten im Industrieland NRW hin. Es bleibt abzuwarten, ob sich die jüngste Erholung in der Grundstoffindustrie, z.B. in der Chemieindustrie, als dauerhaft erweist und lang-fristig positive Impulse für die Metall- und Elektroindustrie bringen könnte.

Auftragseingänge und -bestand

Die Auftragseingänge, ein Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung, deuten auf eine negative Produktionsentwicklung in der nordrhein-westfälischen Industrie hin (Abb. 3). Im Februar 2025 lagen die Auftragseingänge aus dem Inland bei 78,4 Punkten, aus dem Ausland bei 81,3 Punkten und insgesamt bei 79,9 Punkten (Abb. 3). Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2024 sanken die Inlandsaufträge um 5,9 Prozent, die Auslandsaufträge um 6,6 Prozent
und die gesamten Auftragseingänge um 6,3 Prozent.

Im Februar 2025 verzeichneten einige Branchen des Verarbeitenden Gewerbes in NRW steigende Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahresmonat (Abb. 4). Den stärksten Zuwachs gab es in der Branche „Elektrische Ausrüstungen“ mit einem Plus von 4,6 Prozent. Dagegen gingen die Auftragseingänge in der Branche „Pharmazeutische Erzeugnisse“ um 9,1 Prozent zurück.m 4,6 Prozent.

Der Auftragsbestand, gemessen an der Reichweite der Aufträge in Monaten, im Verarbeitenden Gewerbe sank im Februar 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,1 Prozent. Die Reichweite der Auftragsbestände im Verarbeitenden Gewerbe lag zuletzt bei durchschnittlich 5,9 Monaten. Das bedeutet, dass die Unternehmen ihre Produktion für nahezu ein halbes Jahr auslasten könnten, selbst wenn keine neuen Aufträge hinzukämen.

Umsatz

Im Februar 2025 erwirtschaftete die Industrie in NRW einen Inlandsumsatz von 14,6 Milliarden Euro und einen Auslandsumsatz von 13,5 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz lag damit bei etwa 28,1 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2024 ging der Inlandsumsatz um 7,0 Prozent und der Auslandsumsatz um 2,9 Prozent zurück. Insgesamt sank der Umsatz um 5,1 Prozent. Die aktuelle Entwicklung des Umsatzes liegt unter dem durchschnittlichen Monatsumsatz der letzten drei Jahren (Abb. 5).

Beschäftigung

Im Februar 2025 betrug die Anzahl der Beschäftigten in den Betrieben der nordrhein-westfälischen Industrie mit mehr als 50 Beschäftigten 1.047.627 Personen (Abb. 6). Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl der Beschäftigten um 15.226 Personen und ging damit den vierzehnten Monat in Folge zurück. Die seit 2018 andauernde strukturelle Krise setzt den Arbeitsmarkt zunehmend unter Druck, der sich bis 2023 trotz rückläufiger Produktion, Aufträge und Umsätze noch stabil gehalten hatte.