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Geschäftsklima, Juli 20263 min read

Juli 28, 2026 3 min read
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Geschäftsklima, Juli 20263 min read

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Geschäftsklima Deutschland

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli 2026 weiter verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex – das zentrale Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft – stieg von 85,7 Punkten im Juni auf 86,6 Punkte im Juli 2026 (Abb. 1). Dies war vor allem auf deutlich bessere Erwartungen zurückzuführen. Mit der aktuellen Geschäftslage waren die Unternehmen dagegen etwas weniger zufrieden. „Trotz der unsicheren Lage am Persischen Golf zeigt sich die deutsche Wirtschaft weniger pessimistisch“, kommentierte ifo-Präsident Clemens Fuest.

Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe ohne Ernährungsgewerbe

Im Verarbeitenden Gewerbe ohne Ernährungsgewerbe hat sich das Geschäftsklima spürbar verbessert (Abb. 2). Ausschlaggebend waren weniger pessimistische Geschäftserwartungen als im Vormonat. Dazu trugen die Belebung der Nachfrage und ein nachlassender Materialmangel bei. Die Erwartungen liegen jedoch weiterhin im negativen Bereich. Die negativen Saldenwerte zeigen, dass mehr Betriebe den Ausblick als „ungünstiger“ und nicht als „günstiger“ beurteilen. Die aktuelle Geschäftslage wurde dagegen etwas schlechter eingeschätzt. Die negativen Saldenwerte der Geschäftslage zeigen, dass mehr Betriebe die aktuelle Lage als „schlecht“ und nicht als „gut“ einschätzten.

Das Geschäftsklima hat sich in allen wichtigen Wirtschaftsbereichen verbessert (Abb. 3). Die Saldenwerte liegen jedoch weiterhin durchweg im negativen Bereich. Im Verarbeitenden Gewerbe war die Verbesserung vor allem auf bessere Erwartungen zurück-zuführen. Dazu trugen die Belebung der Nachfrage und ein nachlassender Materialmangel bei. Im Dienstleistungssektor hellte sich die Stimmung ebenfalls auf. Der Bereich Transport und Logistik bleibt zwar weiterhin unter Druck. Die Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage aber etwas besser als zuletzt. Der Blick auf die kommenden Monate bleibt verhalten. Bei den Reiseveranstaltern verbesserte sich die Stimmung. Der Touris-musbereich war zuvor besonders stark von der Unsicherheit am Persischen Golf betroffen.

Auch im Handel hat sich das Geschäftsklima erneut aufgehellt. Die Werte liegen jedoch weiterhin tief im negativen Bereich. Belastend wirken weiterhin die geopolitische Unsicherheit und höhere Ölpreise, die durch steigende Kraftstoffpreise die Konsumbudgets der privaten Haushalte belasten. Im Bauhauptgewerbe verbesserten sich sowohl die Einschätzung zur aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen. Dazu könnte das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität beitragen haben, dessen Wirkung allmählich sichtbar wird.

Ausblick und Branchenbild

Aus der Befragung des ifo Instituts für einzelne Branchen geht hervor, dass sich das Branchenbild gegenüber dem Vormonat aufgehellt hat. Einschließlich des Verarbeiten-den Gewerbes ohne Ernährungsgewerbe sank die Zahl der Branchen, in denen die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als überwiegend schlecht einschätzen (negativer Saldo), von 23 im Juni auf 21 im Juli. Auch bei den Geschäftserwartungen fiel die Verbesserung deutlich aus. Die Zahl der Branchen mit überwiegend pessimistischen Geschäftserwartungen (negativer Saldo) sank von 27 im Juni auf 20 im Juli.

Innerhalb des Branchenbildes zeigt sich im Juli eine große Spannbreite. Die aktuelle Geschäftslage wurde im Sonstigen Fahrzeugbau am besten bewertet (Saldo: +65). Am schlechtesten fiel die Bewertung bei den Säge-, Hobel- und Holzimprägnierwerken aus (Saldo: -53). Bei den Geschäftserwartungen meldeten die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen den höchsten Saldo (Saldo: +5). Am pessimistischsten blickten die Hersteller von chemischen Erzeugnissen auf die kommenden Monate (Saldo: -41). Ob aus den besseren Erwartungen auch mehr Produktion, Aufträge und Beschäftigung entstehen, bleibt abzuwarten.