Geschäftsklima, September 20263 min read
Reading Time: 3 minutesGeschäftsklima Deutschland
Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich im September 2026 weiter verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex – das zentrale Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft – stieg von 88,8 Punkten im August auf 89,9 Punkte im September (Abb. 1). Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen verbesserten sich. Der Index für die Geschäftslage stieg von 88,5 auf 89,5 Punkte. Der Index für die Geschäftserwartung erhöhte sich von 89,0 auf 90,4 Punkte. Die Stimmung hellte sich damit erneut auf. „Die deutsche Wirtschaft setzt ihren Erholungskurs fort“, kommentierte ifo-Präsident Clemens Fuest. Ob sich daraus eine dauerhaft stärkere Entwicklung von Produktion, Investitionen und Beschäftigung ergibt, bleibt abzuwarten.
Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe ohne Ernährungsgewerbe
Im Verarbeitenden Gewerbe ohne Ernährungsgewerbe hat sich das Geschäftsklima weiter verbessert (Abb. 2). Der Saldo stieg von -3,7 Punkten im August auf -1,6 Punkte im September. Ausschlaggebend waren die deutlich weniger pessimistischen Erwartungen. Der Saldo für die Geschäftserwartungen verbesserte sich von -5,8 auf -0,5 Punkte. Die aktuelle Geschäftslage wurde dagegen etwas schlechter bewertet. Ihr Saldo sank von -1,6 auf -2,6 Punkte. Die weiterhin negativen Salden zeigen, dass mehr Betriebe die Lage als „schlecht“ statt als „gut“ und den Ausblick als „ungünstiger“ statt als „günstiger“ einschätzen. Mit ihrem Auftragsbestand waren die Unternehmen nach Angaben des ifo Instituts auch im September unzufrieden.
In drei der vier wichtigen Wirtschaftsbereiche verbesserte sich das Geschäftsklima im September. Im Bauhauptgewerbe verschlechterte es sich geringfügig (Abb. 3). Im verarbeitenden Gewerbe einschließlich Ernährungsgewerbe stieg der Saldo von -4,2 Punkten im August auf -2,8 Punkte. Im Dienstleistungssektor, zu dem beispielsweise Verkehr und Lagerei, Gastgewerbe und IT-Dienstleistungen gehören, stieg der Saldo von -2,1 auf +0,7 Punkte und wurde damit wieder positiv. Die Zahlen für den Dienstleistungssektor umfassen weder Finanz- und Versicherungsdienstleistungen noch Pflege oder öffentliche Verwaltung. Die Dienstleister beurteilten sowohl die laufenden Geschäfte als auch die Erwartungen besser.
Im Handel, der gesondert vom Dienstleistungssektor erfasst wird und Groß- und Einzelhandel einschließlich Supermärkten und Drogerien umfasst, stieg der Geschäftsklimasaldo von -20,5 auf -17,2 Punkte. Die Händler bewerteten die aktuelle Lage und die Erwartungen besser. Im Bauhauptgewerbe, zu dem Hoch- und Tiefbau wie Wohn- und Bürogebäude sowie Straßenbau gehören, sank der Saldo geringfügig von -16,9 Punkten im August auf -17,0 Punkte. Die laufenden Geschäfte wurden etwas besser beurteilt, die Erwartungen dagegen geringfügig schlechter. Die Salden im Verarbeitenden Gewerbe, im Handel und im Bauhauptgewerbe blieben negativ.
Ausblick und Branchenbild
Aus der Befragung des ifo Instituts für einzelne Branchen ergibt sich im September ein gemischtes Bild. Der Anhang weist 30 ausgewählte Teilbranchen des Verarbeitenden Gewerbes ohne Ernährungsgewerbe aus. Die Zahl der Teilbranchen mit negativem Saldo für die Geschäftslage sank von 17 im August auf 16 im September. Bei den Geschäftserwartungen stieg die Zahl der Teilbranchen mit negativem Saldo von 19 im Juli über 20 im August auf 21 im September.






