Verbraucherpreise, April 20191 min read
Reading Time: 2 minutesVerbraucherpreise
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen die Verbraucherpreise im April 2019 um 2,0 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Damit stieg die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – deutlich an und erreichte einen vorläufigen Jahreshöchstwert. Ohne die Berücksichtigung von Nahrung und Energie (Kerninflation) hätte die Inflationsrate im April bei 1,8 Prozent gelegen. Die Preise für Waren entwickelten sich leicht schwächer als die Preise für Dienstleistungen.
Im Vergleich zum Vormonat März stieg der Verbraucherpreisindex um 1,0 Prozent auf 105,2 Punkte.
In Nordrhein-Westfalen legten die Verbraucherpreise im April um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Im Vormonatsvergleich stieg die Inflationsrate um 1,0 Prozent.
Ausgewählte Waren
Ein Treiber der Teuerung war der Preisanstieg bei Pauschalreisen aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr späten Lage der Osterferien. Zudem zog der Ölpreis im Vergleich zum Vorjahr zuletzt wieder merklich an, was sich u. a. in höheren Preisen für Kraftstoffe und Energie niederschlug. Die Nettokaltmieten – ein bedeutender Posten der privaten Konsumausgaben – stiegen binnen eines Jahres um 1,4 Prozent.
Inflation und Geldpolitik
Die für die Geldpolitik der EZB maßgebende Inflationsrate – gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) – lag in Deutschland bei 2,1 Prozent und im gesamten Euroraum 1,7 Prozent über dem Stand des Vorjahres.



