Geschäftsklima, Oktober 20222 min read
Reading Time: 2 minutesGeschäftsklima Deutschland
Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im Oktober geringfügig verschlechtert. Der Geschäftsklimaindex ist im Oktober, nach 84,4 Punkten im Vormonat, auf 84,3 Punkte gesunken. Die Unternehmen waren weniger zufrieden mit der aktuellen Lage. Der Pessimismus mit Blick auf die kommenden Monate hat etwas nachgelassen, allerdings auf einem weiterhin sehr niedrigen Niveau.
Auch wenn der Absturz des Geschäftsklimas sich zumindest verlangsamt hat, der Abschwung hin in eine Rezession in den kommenden Monaten dürfte unvermeidbar sein. Die Belastungsfaktoren wirken unverändert auf die Wirtschaft. Stark steigende Preise verteuern die Produktion der Unternehmen und entziehen den privaten Haushalten Kaufkraft, wodurch die Nachfrage sinkt.
Massive Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen stellen nicht nur perspektivisch das deutsche Geschäftsmodell in Frage, sondern setzen die Gewinne unter Druck. Dadurch wird auch die Investitionstätigkeit gedämpft.
Stimmung nach Sektoren
Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index gefallen. Die Lageeinschätzung ist etwas gestiegen, die Erwartungen sind hingegen erneut gesunken.
Im Dienstleistungssektor ist der Stimmungsindex nach dem Absturz im vergangenen Monat leicht gestiegen. Die Lage wurde schlechter, der Ausblick besser eingeschätzt. Im Handel hat der Index zugelegt. Die Geschäfte wurden besser beurteilt. Die Erwartungen bleiben aber insbesondere im Einzelhandel sehr düster. Im Bauhauptgewerbe hat das Geschäftsklima erneut nachgegeben. Sowohl Lage als auch Erwartungen fielen schwächer aus als im Vormonat.
Ausblick und Branchenbild
Die Exporterwartungen sind von -6,0 Punkten im September auf -5,3 Punkte im Oktober gestiegen und liegen damit weiterhin im überwiegend negativen Bereich. Insbesondere die anhaltende Unsicherheit sowie Engpässe in der Logistik trüben den Blick auf das Auslandsgeschäft. Die Beschäftigtenerwartung der Industrie wurde im Oktober um 3,1 Zähler kräftig nach unten korrigiert, und befindet sich seit Anfang 2021 erstmals wieder im überwiegend negativen Bereich. Aus der Befragung des ifo Instituts für einzelne Branchen geht zudem hervor, dass es 8 von 30 Branchen gibt, in denen die Unternehmen ihre aktuelle eschäftslage als überwiegend schlecht einschätzten. In 29 von 30 Branchen werden die Geschäftserwartungen überwiegend pessimistisch gesehen.



