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Industrie im Trend, März 20253 min read

März 25, 2025 3 min read
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Industrie im Trend, März 20253 min read

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Im Januar 2025 sank die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in Nordrhein-Westfalen um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit liegt das aktuelle Produktionsniveau etwa 19 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2018 (Abb. 1). Das aktuelle Ergebnis ist, abgesehen von der kurzlebigen Erholung nach der Coronakrise im Jahr 2020, ein Ausdruck der seit 2018 andauernden strukturellen Krise.

Im Januar 2025 verzeichneten einige Branchen des Verarbeitenden Gewerbes in NRW eine Produktionssteigerung im Vergleich zum Vorjahresmonat (Abb. 2). Den stärksten Zuwachs meldete die Branche „Chemische Erzeugnisse“ mit einem Plus von 6,1 Prozent. Dagegen verzeichnete die Branche „Metallerzeugung und -bearbeitung“ mit -11,1 Prozent den stärksten Rückgang. Der Produktionsrückgang im Verarbeitenden Gewerbe deutet auf eine Schwächung der industriellen Wertschöpfungsketten in Deutschland hin. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Erholung in der Grundstoffindustrie, z.B. in der Chemie- und Glasbranche, positiv auf die Metall- und Elektroindustrie auswirken könnte.


Auftragseingänge und -bestand

Die Auftragseingänge, ein Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung, deuten auf eine positive Produktionsentwicklung in der nordrhein-westfälischen Industrie hin (Abb. 3). Im Januar 2025 lagen die Auftragseingänge aus dem Inland bei 83,0 Punkten, aus dem Ausland bei 87,5 Punkten und insgesamt bei 85,4 Punkten (Abb. 3). Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2024 stiegen die Inlandsaufträge um 0,2 Prozent, die Auslandsaufträge ebenfalls um 0,2 Prozent und die gesamten Auftragseingänge um 0,4 Prozent.

Im Januar 2025 verzeichneten einige Branchen des Verarbeitenden Gewerbes in NRW steigende Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahresmonat (Abb. 4). Den stärksten Zuwachs gab es in der Branche „Elektrische Ausrüstungen“ mit einem Plus von 13,1 Prozent. Dagegen gingen die Auftragseingänge im „Sonstigen Fahrzeugbau“ um 23,0 Prozent zurück.

Der Auftragsbestand, gemessen an der Reichweite der Aufträge in Monaten, im Verarbeitenden Gewerbe sank im Januar 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,1 Prozent. Die Reichweite der Auftragsbestände im Verarbeitenden Gewerbe lag zuletzt bei durchschnittlich 5,9 Monaten. Das bedeutet, dass die Unternehmen ihre Produktion für nahezu ein halbes Jahr auslasten könnten, selbst wenn keine neuen Aufträge hinzukämen.

Umsatz

Im Januar 2025 erzielte die Industrie in NRW einen Inlandsumsatz von 15,0 Milliarden Euro und einen Auslandsumsatz von 13,0 Milliarden Euro, was einen Gesamtumsatz von etwa 28,0 Milliarden Euro ergibt. Die aktuelle Entwicklung des Umsatzes liegt unter dem durchschnittlichen Monatsumsatz der letzten drei Jahren (Abb. 5).


Beschäftigung

Im Januar 2025 betrug die Anzahl der Beschäftigten in den Betrieben der nordrhein-westfälischen Industrie mit mehr als 50 Beschäftigten 1.042.994 Personen (Abb. 6). Damit sank die Beschäftigtenzahl um 5.409 Personen gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl der Beschäftigten um 19.273 Personen und ging damit den dreizehnten Monat in Folge zurück. Die seit 2018 andauernde strukturelle Krise setzt den Arbeitsmarkt zunehmend unter Druck, der sich bis 2023 trotz rückläufiger Produktion, Aufträge und Umsätze noch stabil gehalten hatte.