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Verbraucherpreise, August 20252 min read

September 15, 2025 2 min read
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Verbraucherpreise, August 20252 min read

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Verbraucherpreise

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die Verbraucherpreisinflation im August 2025 um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (Abb. 1). Die Kerninflation, die die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise ausschließt, lag im August ebenfalls wie im Vormonat bei 2,7 Prozent. Die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand, kommentierte: „Die Inflationsrate hat sich erstmals in diesem Jahr leicht erhöht“. In Nordrhein-Westfalen stieg die Verbraucherpreisinflation um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Energiepreise sinken, Dienstleistungspreise steigen

Der Rückgang der Energiepreise hatte erneut eine dämpfende Wirkung auf die Inflationsrate. Im August 2025 verbilligten sich die Energieprodukte um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (Abb. 2). Der Preisrückgang für Energie hat sich damit zum vierten Mal in Folge abgeschwächt (Juli 2025: -3,4 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat sanken die Preise für Kraftstoffe (-2,5 Prozent) und Haushaltsenergie (-2,3 Prozent). Auch die Preise für Strom (- 1,7%) gingen gegenüber dem Vorjahresmonat zurück.

Hingegen lagen die Preise für Dienstleistungen insgesamt im August 2025 um 3,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats und damit deutlich über der Gesamtteuerung. Zu der hohen Inflation bei Dienstleistungen trugen insbesondere die Preise für kombinierte Personenbeförderung (+11,1 Prozent), Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+8,1 Prozent) sowie Versicherungen (+6,4 Prozent) bei. Die tatsächlichen Nettokaltmieten, die die Preisentwicklung bei Dienstleistungen stark beeinflussen, stiegen um 2,2 Prozent. Dagegen waren nur wenige Dienstleistungen günstiger als im Vorjahresmonat, zum Beispiel internationale Flüge (-8,2 Prozent).

Inflation und Geldpolitik

Im August 2025 stieg der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) maßgeblich ist, im Euroraum um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (Abb. 3). Estland verzeichnete mit 6,2 Prozent die höchste Inflationsrate im Euroraum, während Zypern mit -0,1 Prozent die niedrigste meldete. Die harmonisierte erninflation, die Energie- und Nahrungsmittelpreise ausschließt, stieg im Euroraum um 2,3 Prozent. Für eine nachhaltige Stabilisierung der Inflation beim mittelfristigen Zielwert von 2 Prozent senkte seit Juni 2024 die EZB den Leitzins achtmal um insgesamt 2,0 Prozentpunkte. Im September 2025 hat sie den Einlagezins bei 2,0 Prozent belassen. Die nächste EZB-Ratssitzung findet am 30. Oktober 2025 statt.