Verbraucherpreise, Juli 20211 min read
Reading Time: 2 minutesVerbraucherpreise
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag die Inflationsrate im Juli bei 3,8 Prozent. Ohne die Berücksichtigung von Nahrung und Energie (Kerninflation) hätte die Inflationsrate im Juli bei 2,7 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat Juni stieg der Verbraucherpreisindex um 0,9 Prozent auf 110,1 Punkte. In Nordrhein-Westfalen legten die Verbraucherpreise im Juli um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Im Vormonatsvergleich stieg die Inflationsrate in NRW um 0,8 Prozent. Die Verbraucherpreise unterliegen im laufenden Jahr mehreren Sondereffekten (z. B. Wiederanziehen wichtiger Rohstoffpreise, Einführung CO2-Abgabe). Im Juli kommt erstmals der Basiseffekt der Rückkehr zu höheren Mehrwertsteuersätzen zum Tragen. Das bedeutet, die Preise im Juli 2021 wurden mit den regulären Mehrwertsteuersätzen gemessen, während die Preise ein Jahr zuvor mit den ermäßigten Mehrwertsteuersätzen in die Berechnungen einflossen.
Ausgewählte Teilindizes
Der Preisauftrieb bei Energieprodukten war erneut deutlich überdurchschnittlich stark. Hier wirkte sich neben der zu Jahresbeginn eingeführten CO2-Abgabe (25 Euro pro Tonne CO2) zudem der Preisrückgang bei Energieprodukten vor einem Jahr auf die Teuerungsraten aus (Basiseffekt). Kraftstoffe verteuerten sich im Juni im Vergleich zum Vorjahr um 24,7 Prozent. Ohne die Berücksichtigung der Energiepreise lag die Inflationsrate im Juli bei 2,9 Prozent.
Inflation und Geldpolitik
Die für die Geldpolitik der EZB maßgebende Inflationsrate – gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) – ist laut Schnellschätzung im Euroraum von 1,9 Prozent auf 2,2 Prozent gestiegen.



