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Verbraucherpreise, Juni 20221 min read

August 15, 2022 2 min read
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Verbraucherpreise, Juni 20221 min read

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Verbraucherpreise

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag die Inflationsrate im Juni – gemessen am Verbraucherpreisindex – bei 7,6 Prozent. Im Mai hatte sie bei 7,9 Prozent gelegen. Ohne die  Berücksichtigung von Nahrung und Energie (Kerninflation) hätte die Inflationsrate im Juni bei 3,2 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat Mai stieg der Verbraucherpreisindex um 0,1 Prozent auf 117,4 Punkte.

In Nordrhein-Westfalen legten die Preise um 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Im Vergleich zum Vormonat sank die Inflationsrate um 0,1 Prozent.

Zwei Maßnahmen aus dem zweiten Entlastungspaket der Bundesregierung wirken sich auf die Statistik der Verbraucherpreise aus: Das 9-Euro-Ticket sowie der Tankrabatt. Als Reaktion auf den preisdämpfenden Impuls hat die Teuerung im Bereich Verkehr, von 16,3 Prozent im Mai auf 8,3 Prozent im Juni, spürbar nachgelassen.

Allerdings wird die Inflationsrate erheblich vom Anstieg der Preise für alle Energieprodukte infolge des Krieges in der Ukraine bestimmt. Zudem kommen weitere Effekte, wie Lieferengpässe und deutliche Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen.

 

Ausgewählte Teilindizes

Die Preise für Energieprodukte lagen mit 38,0 Prozent deutlich über der Gesamtteuerung. Binnen Jahresfrist verteuerten sich Kraftstoffe im Juni um 33,2 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Preise für Kraftstoffe um 3,9 Prozent. Dieser Rückgang steht im Zusammenhang mit dem Tankrabatt. Ohne die Berücksichtigung der Energiepreise lag die Inflationsrate im Juni bei 4,2 Prozent.

 

Inflation und Geldpolitik

Die für die Geldpolitik der EZB maßgebende Inflationsrate – gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) – ist laut Schnellschätzung im Euroraum auf 8,6 Prozent gestiegen. Ohne Energie hätte der Anstieg der Preise bei 5,0 Prozent gelegen.