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Verbraucherpreise, Juni 20252 min read

Juli 11, 2025 2 min read
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Verbraucherpreise, Juni 20252 min read

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Verbraucherpreise

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die Verbraucherpreisinflation im Juni 2025 um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (Abb. 1). Im Mai und April 2025 hatte die Inflationsrate jeweils bei 2,1 Prozent gelegen. Die Kerninflation, die die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise ausschließt, stieg um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In Nordrhein-Westfalen stieg die Verbraucherpreisinflation um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und sank um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat.


Energiepreise sinken, Dienstleistungspreise steigen

Der Rückgang der Energiepreise hatte erneut eine dämpfende Wirkung auf die Inflationsrate. Im Juni 2025 verbilligten sich die Energieprodukte um 3,5 Prozent gegenüber Juni 2024 (Abb. 2). Im Mai 2025 lag der Preisrückgang noch bei -4,6 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat gingen die Preise für Kraftstoffe (-4,6 Prozent) und die Preise für Haushaltsenergie (-2,8 Prozent) zurück. Ebenfalls sank der Preis für Strom um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Hingegen lagen die Preise für Dienstleistungen insgesamt im Juni 2025 um 3,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats und damit weiterhin deutlich über der Gesamtteuerung. Zu der hohen Inflation bei Dienstleistungen trugen insbesondere die Preise für kombinierte Personenbeförderung (+11,4 Prozent), Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+8,5 Prozent) und für Versicherungen (+8,1 Prozent) bei. Die tatsächlichen Nettokaltmieten, die die Preisentwick-lung bei Dienstleistungen stark beeinflussen, stiegen um 2,1 Prozent. Nur wenige Dienstleistungen waren hingegen günstiger als im Vorjahresmonat, zum Beispiel Telekommunikationsdienstleistungen (-1,4 Prozent) und Flugtickets (-1,3 Prozent).

Inflation und Geldpolitik

Im Juni 2025 stieg der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) maßgeblich ist, im Euroraum um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (Abb. 3). Estland verzeichnete mit 5,2 Prozent die höchsten Inflationsraten im Euroraum, während Zypern mit 0,5 Prozent die niedrigste meldete. Die harmonisierte Kerninflation, die Energie- und Nahrungsmittelpreise ausschließt, stieg im Euroraum um 2,3 Prozent. Für eine nachhaltige Stabilisierung der Inflation beim mittelfristigen Zielwert von 2 Prozent senkte die EZB im Juni 2025 zum achten Mal seit Juni 2024 den Leitzins (Einlagezins: von 2,25 auf 2,0 Prozent). Die nächste Sitzung des EZB-Rats findet am 24. Juli 2025 statt.