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Verbraucherpreise, November 20242 min read

Dezember 18, 2024 2 min read
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Verbraucherpreise, November 20242 min read

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Verbraucherpreise

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die Verbraucherpreisinflation im November 2024 um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (Abb. 1). Im Vergleich zum Vormonat Oktober 2024 sank die Verbraucherpreisinflation um 0,2 Prozent. Die Kerninflation, die die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise ausschließt, stieg um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In Nordrhein-Westfalen stieg die Verbraucherpreisinflation um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Energiepreise sinken, Dienstleistungspreise steigen

Der Rückgang der Energiepreise hatte erneut eine dämpfende Wirkung auf die Inflationsrate, jedoch weniger stark als in den Monaten zuvor. Im November 2024 verbilligten sich die Energieprodukte um 3,7 Prozent gegenüber November 2023 (Abb. 2). Gegenüber dem Vorjahresmonat gingen die Preise für Kraftstoffe (-6,6 Prozent) und die Preise für Haushaltsenergie (-12,5 Prozent) zurück. Ebenfalls sank der Preis für Strom um 4,1 Prozent gegenüber November 2023.

Hingegen lagen die Preise für Dienstleistungen insgesamt im November 2024 um 4,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats und damit weiterhin deutlich über der Gesamtteuerung. Zu der hohen Inflation bei Dienstleistungen trugen insbesondere die Preise für Versicherungen (+16,6 Prozent), für Flugtickets (+10,4 Prozent), für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+8,0 Prozent) und für Gaststättendienstleistungen (+6,7 Prozent). Auch die tatsächlichen Nettokaltmieten, die die Preisentwicklung bei Dienstleistungen stark beeinflusst, stiegen um 2,3 Prozent und damit über der Inflationsrate. Nur wenige Dienstleistungen waren hingegen günstiger als im Vorjahresmonat, zum Beispiel Telekommunikationsdienstleistungen (-0,9 Prozent).

Inflation und Geldpolitik

Im November 2024 stieg der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) maßgeblich ist, im Euroraum um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (Abb. 3). Belgien verzeichnete mit 5,0 Prozent die höchste Inflationsrate im Euroraum, während Irland mit 0,5 Prozent die niedrigste meldete. Die harmonisierte Kerninflation, die Energie- und Nahrungsmittelpreise ausschließt, stieg im Euroraum um 2,7 Prozent. Angesichts der nachlassenden Inflationsgefahr und der trüben Wirtschaftsaussichten senkte die EZB im Oktober 2024 zum dritten Mal in diesem Jahr den Leitzins (Einlagezins: von 3,50 auf 3,25 Prozent). An der nächsten geldpolitischen Sitzung am 12.12.2024 erwarten die Finanzmärkte eine weitere Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte auf 3,00 Prozent.